Ehemaliges Nazi-Bergwerk (KK)
Dies ist nicht nur eine gewöhnliche Ruine. Sauersack ist ein beklemmendes Denkmal der Kriegsgeschichte, der nationalsozialistischen Maschinerie und des menschlichen Leids, das seit über 80 Jahren von der Wildnis des Erzgebirges verschlungen wird.
Alles begann im Jahr 1940. Nazideutschland benötigte dringend Zinn für die Rüstungsindustrie, und so beschloss die Berliner Firma Zinnbergbau Sudetenland, genau hier ein modernes Tiefbau-Bergwerk und eine riesige Erzaufbereitungsanlage zu errichten.
Parallel zum Bergwerk entstand auch ein Kriegsgefangenenlager (das zum Stalag XIII B gehörte). Im Lager lebten bis zu 500 sowjetische Kriegsgefangene und etwa 150 Franzosen, ergänzt durch Italiener und Polen. Neben den Gefangenen arbeiteten hier auch bis zu 200 qualifizierte deutsche Arbeiter und einige tschechische Handwerker.
Im Jahr 1947 fiel die endgültige Entscheidung. Alle wertvollen Maschinen und Technologien wurden nach Příbram abtransportiert. Die Schächte wurden zubetoniert und das Bergwerk wurde absichtlich mit Grundwasser geflutet.
Das Gerüst der Aufbereitungsanlage ist zwar monumental, doch der Beton bröckelt nach Jahrzehnten strenger Winter. Vorsicht vor hervorstehenden Armaturen und unerwarteten Löchern im Boden. Das Gleiche gilt auch für die Umgebung, die voller Torfmoore ist.